Schweiz
Strasse

Nationalrat doppelt bei Streit um Tempo 50 oder 30 nach

Mehr Tempo 30 bei wichtigen Verkehrsachsen? Auch der Nationalrat stellt sich dagegen

11.03.2024, 17:5011.03.2024, 17:50

Beim Streit um Tempo 30 als Mittel zur Lärmreduktion entlang von wichtigen Verkehrsachsen hat der Nationalrat am Montag nachgedoppelt. Nur ein paar Tage, nachdem sich der Ständerat für weniger Tempo-30-Abschnitte auf solchen Strassen aussprach, verlangt auch er dies.

Des voitures circulent sur la route devant un panneau 30km/h sur le Boulevard de Perolles le lundi 2 octobre 2023 a Fribourg. Pour lutter contre le bruit routier, la Ville de Fribourg prend des mesure ...
Das Thema Tempo 30 erhitzt die Gemüter.Bild: KEYSTONE

Die grosse Kammer hat am Montagnachmittag bei der Revision des Umweltschutzgesetzes einen Antrag des Schaffhauser SVP-Nationalrats Thomas Hurter gutgeheissen. Dieser will im Umweltschutzgesetz einen Satz platzieren, der lautet: «Auf verkehrsorientierten Strassen kann die Herabsetzung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit nicht verlangt werden.»

Nationalrat Thomas Hurter, SVP-ZH, vom ueberparteilichen Komitee aeussert sich an einer Medienkonferenz zur Initiative zur Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen, am Dienstag, 11. August 2020, in Bern. ...
SVP-Nationalrat Thomas Hurter.Bild: keystone

Hintergrund dieser Forderung ist, dass je länger, je mehr Städte auf wichtigen Teilen ihres Strassennetzes die Maximalgeschwindigkeit von 50 auf 30 senken, um den Lärm zu reduzieren.

Am vergangenen Mittwoch hiess der Ständerat eine Motion von Nationalrat Peter Schilliger (FDP/LU) gut, welche vom Bundesrat eine Anpassung des Strassenverkehrsgesetzes im Sinn von Hutter verlangt. Der Nationalrat hatte ihr schon im September zugestimmt. (dab/sda)

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34 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mari Huhn Ana
11.03.2024 18:38registriert Juni 2019
Letztlich muss der Pläuschlär und Pendler Verkehr eh ganz raus aus der Stadt, Anwohner, Handwerker, Lieferanten sind willkommen.
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Dachsmann
11.03.2024 19:54registriert März 2023
Wie wichtig eine Strasse ist sollte innerhalb von Städten keine Rolle spielen, sondern nur wie viel Lärm von ihr ausgeht und wieviele Menschen von Lärm beeinträchtigt sind. Städte sind Lebensräume und keine Verkehrsmaschinen.
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lynx
11.03.2024 19:56registriert Juni 2021
Aha. All jene, die also das Pech haben, sich keine Bleibe im verkehrsberuhigten, gentrifizierten Gründerzeitquartier oder im ländlichen Einfamilienhausquartier leisten zu können und stattdessen an Hauptstrassen wohnen müssen, sind mal wieder Menschen zweiter Klasse. Die müssen dann halt auf etwas Lebenszeit verzichten und sterben wegen lärmbedingter Erkrakungen etwas früher. Hauptsache die Autofahrer aus der Agglo sind 10 Sekunden schneller bei der Arbeit oder im Ausgang. Was genau macht Menschen eigentlich so asozial gegenüber ihresgleichen?
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